FDP ist 18
12. Februar 2009 von Vrankey
Laut wahlrecht.de (Stand: heute) kamen Emnid und Forsa in der Sonntagsfrage jüngst zu folgenden Ergebnissen:
Emnid (10.02.09): CDU/CSU: 33%, SPD: 24%, FDP: 16%, Grüne: 11%, Linke: 12%, Sonstige: 4%
Forsa (11.02.09): CDU/CSU: 34%, SPD: 23%, FDP: 18%, Grüne: 10%, Linke: 11%, Sonstige: 4%
Ergo kann man sagen: “Die FDP ist in wenigen Tagen erst 16 und dann 18 geworden”. *sich.auf.die.schenkel.klopf* Das “Projekt 18″ scheint erreicht. Was nicht nur für Guido Westerwelle u.co. die Frage aufwirft: Ist Volljährigkeit das Pendant zum Volksparteistatus?
Wie auch immer, sollte das jetzige Forsa-Ergebnis im Herbst eintreffen und sich auch in der Folgezeit auf Stammwählerbindungen auswirken, ist die Zeit der beiden großen Volksparteien Union und SPD in der bisherigen Form vorbei. Dann gibt es eine “große Volkspartei” der Konservativen, zwei mittlere Parteien FDP und SPD und zwei kleine Parteien, die sich als grün bzw. links bezeichnen. Wie würde sich das auf künftige Kanzlerschaften auswirken? Stehen uns 20 Jahren Unionskanzler bevor? Merkel, Wulff, Koch, Pofalla, Söder, jeder kommt mal dran? Oder kann die sozial-liberale Ehe bei dann über 27 Jahren nach der Scheidung erneuert werden, wenn sich die Partner auf Augenhöhe begegnen?
Im Moment ist das alles schwer zu sagen, aber wer ist schon ein Prophet. Erstmal ein Prosit der Volljährigkeit an die Feiernden. Auch wenn man diese Eigenschaft manchmal in der Politik in gewisser Hinsicht vermisst.