Die Gibson SG und ihre Gitarristen
12. November 2009 von Vrankey
Die Gibson SG stellt eine der bekanntesten E-Gitarren der Welt dar – auch wenn der Name ihrer “älteren Schwester”, der Gibson Les Paul, weitaus bekannter ist. Jedoch dürfte jeder schon einmal eine Gibson SG gesehen haben. Das hat mehrere Gründe.

Angus Young (AC/DC) mit seiner bekannten Gibson SG
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Für Hobbymusiker ist eine Gibson SG weitaus leichter erschwinglich als eine Gibson Les Paul. Während in Optik und Sound gute Les-Paul-Modelle deutlich über € 1500 kosten, sind entsprechende SG-Modelle meist schon für knapp 2/3 des Preises zu haben.
Hinzu kommt, dass – grob (und zugegeben etwas pauschal
) kategorisiert – eine Les Paul eher für “Blues-Rock”, eine Gibson SG für “Hard-Rock” geeignet ist. Dadurch kann eine SG in der Tendenz auch eher Fans punchlastiger Stratocaster-Klänge begeistern, die sich einen Sound mit etwas mehr Breite wünschen.
Weiterhin ist eine Gibson SG wesentlich leichter, schmaler und für viele auch besser bespielbar als eine Les Paul – Faktoren, die für jeden E-Gitarristen äußerst wichtig sind. Allerdings läßt sie im Vergleich z.B. etwas Sustain vermissen.
Doch nicht nur im Hobbybereich erfreut sich die Gibson SG einer großen Fangemeinde, auch weltbekannte E-Gitarristen vertrauen diesem Gitarrentyp, der ursprünglich “Gibson Les Paul SG” hieß und als ans Rock-Zeitalter angepasster Nachfolger für die Les Paul gedacht war.
Nachfolgend eine kleine Auswahl bekannter SG-Fans:
Angus Young
Der Gitarrist von AC/DC (siehe Bild oben) dürfte der bekannteste Vertreter der SG-Gitarristen sein. Er entlockt der Gibson SG den typischen AC/DC-Hard-Rock-Sound, der weltweit eine immens große Fangemeinde begeistert.
Dean Fertita
Dean Fertita ist einer der am meisten unterschätzten wie ambitionierten Rock-Musiker unserer Zeit. Für Queens Of The Stone Age, The Waxwings und Hello=Fire, aber auch für The Raconteurs, Brenda Benson und The Dead Weather war bzw. ist der Soundtüftler Fertita als Keyboarder und Gitarrist tätig – und greift hier primär auf seine Gibson SG zurück.
Mike Oldfield
Die dezent gespielten und ungeheuer präzise akzentuierten, dabei druck- und kraftvoll wirkenden Klänge vieler seiner Soli verdankt Mike Oldfield auch dem Klang der Gibson SG, auf die er auch live gerne zurückgreift – wie beispielsweise bei seiner großartigen Performance von “Ommadawn” 1981 in Montreux 1981.
Kelly Jones
Der Frontmann der Stereophonics benutzt live neben seiner Stratocaster auch eine Gibson SG.
Thom Yorke
Thom Yorke greift bei Radiohead oft und gerne auf eine Gibson SG zurück, siehe z.B. bei “Live From The Basement” für Tracks wie “Reckoner”, wo sie wirklich grandios klingt.
Robby Krieger
Der Gitarrist von The Doors ist fast nur mit seiner Gibson SG zu sehen, auf der er dezent rockende wie sphärische Parts spielt, die mit Ray Manzareks Orgel prima harmonieren.
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