Epiphone Les Pauls – sinnvoller als Gibson Originale?
20. Mai 2009 von Vrankey
Der Titel dieses Beitrags klingt fast schon wie Blasphemie. Die Gibson Les Paul wird von vielen als “Queen” unter den E-Gitarren verehrt. Slash, Jimmy Page, Kirk Hammett, Noel Gallagher, Steve Cradock – die Liste der Gitarristen, die Original-Paulas spielen, kann man lange fortsetzen. Epiphone, selbst im Besitz vom Gibson, stellt weitaus preisgünstigere Imitate her, die in China entsprechend billiger angefertigt werden.
David von thenextlevelguitar.com wagt in obigem Video den Vergleich und bewertet zuerst ein $500 teures/billiges Epiphone-Modell, das er anschließend mit seiner “alten” Gibson vergleicht, die ca. das dreifache gekostet hat.
Fazit seines Reviews: Die Epiphone klingt definitiv wie eine Les Paul, auch wenn die Gibson etwas mehr “Charakter” besitzt. Er mußte das billigere Modell am oberen Ende des Halses (mit einem Bleistift) nachjustieren, jedoch nicht komplett umbauen lassen wie die Gibson, damit sie eine Stimmung hält. Spätestens seit diesen Korrekturen klingen beide Gitarren jedoch insgesamt “pretty close”, wie er sagt – bei weitem nicht repräsentativ für den Preisunterschied.
Bei diesen Worten mußte ich daran denken, was mein E-Gitarrenlehrer mir einst sagte: er mag keine überteuren Gitarren, da diese ein empfindliches Innenleben haben und viel Pflege und Korrekturen benötigen – er bevorzuge “billige Klampfen”, die einigermaßen Niveau haben. Da sei klanglich oft extrem weit weniger Unterschied als die Preise vermuten lassen – zumal eine Gitarre nur dann gut klingt, wenn sie gut gespielt wird.