Neue Punkteregelung in der Formel 1
18. März 2009 von Vrankey
Bald geht die neue Formel-1-Saison los, mit Lewis Hamilton und dem Mercedes-Team, Felipe Massa von Ferrari, dem neuen Brawn-Team und vielen anderen. Dabei wird erstmals eine neue Punkte- bzw. Rangregelung gelten.
Zwar werden in dieser Saison weiterhin 10-8-6-5-4-3-2-1 Punkte für die ersten acht Plätze jedes Rennens vergeben, in der Gesamtwertung erhält nun jedoch die Anzahl der GP-Siege den Vorrang. D.h.: wenn Fahrer A 5 Siege und 57 Punkte, Fahrer B 4 Siege und 63 Punkte aufweist, so ist Fahrer A trotz niedrigerer Punktzahl vorne. Wäre diese Regelung in der abgelaufenen Saison angewandt worden, so wäre Felipe Massa anstatt Lewis Hamilton Weltmeister geworden.
Durch diese Neuerung soll wohl der Anreiz für Siege erhöht werden. Tatsache ist, dass vor einigen Jahren der Vorteil des Siegers gegenüber dem Zweiten nach Einführung der 10-8-6-5-4-3-2-1-Regel im Vergleich zur vorherigen 10-6-4-3-2-1-Regel halbiert worden war. Diese Maßnahme war damals notwendig, um Anreize für die hinteren Plätze zu schaffen.
Aber rechtfertigt das den neuen Schritt? Meine Antwort lautet: nö. Ich finde es nicht gerecht, wenn der Zufallssieger eines Chaos-Rennens in jedem Fall vor einem Konkurrenten steht, der während der ganzen Saison mit einem mäßigen Auto Punkte im vorderen Mittelfeld sammelt.
Sinnvoller wäre es meines Erachtens gewesen, die Punkteregel weiter auszubauen, bspw. zu einer 20-15-11-8-6-5-4-3-2-1. Hier würden sogar die ersten zehn Fahrer Punkte erhalten, der Abstand zwischen Sieger und Zweitplatzierten wäre angemessen hoch und die folgenden Intervalle würden bis zu Platz 5 stetig sinken. Vielleicht liest das ja jemand wichtiges und denkt drüber nach…
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