1860 München vor der Winterpause
16. Dezember 2009 von Vrankey
16 Spieltage der Zweitligasaison 2009/2010 sind bereits rum. Nach einer vielversprechenden Vorbereitung war die runderneuerte Mannschaft des TSV 1860 München auf Rang 15 abgestürzt, der Trainer Ewald Lienen wurde in Frage gestellt. Nach zuletzt 10 Punkten aus vier Spielen und Siegen gegen Arminia Bielefeld, Rot-Weiß Oberhausen und FC Augsburg haben sich die Löwen nun jedoch wieder berappelt und stehen immerhin auf Rang 9 der Tabelle.

Ewald Lienen: wohin geht’s mit ihm und 1860?
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Doch wie wird es mit 1860 weitergehen? Die letzte Partie vor der Winterpause führt zu Aufsteiger Union Berlin, der grandios in die Saison gestartet ist, nun jedoch etwas schwächelt. 3 Punkte sind für die Elf von Ewald Lienen also durchaus drin. Ein weiterer großer vorweihnachtlicher Sprung in der Tabelle jedoch nicht mehr – auf maximal Rang 8 kann es für die Löwen in der Hinrunde noch gehen.
Auch wenn die letzten Ergebnisse Mut machen: die Hinrunde kann bestenfalls als durchwachsen bezeichnet werden. Selbst die Plätze 8 oder 9 sind weit zu wenig für die Ansprüche des Münchner Traditionsvereins. Trainer Lienen, Sportdirektor Stevic und Geschäftsführer Stoffers werden sich in der Winterpause trotz klammer Kassen um mindestens eine Neuverpflichtung bemühen müssen – der Langzeitausfall von Florin Lovin, dem Dreh- und Angelpunkt im defensiven Mittelfeld, wog schwer.
Auf der “6er”-Position fehlt somit Erfahrung, auch wenn sich der 18-jährige Ignjovski prächtig entwickelt. Als Kandidat für eine Verpflichtung gilt der 20-jährige Nigerianer Eke Uzoma vom SC Freiburg, an dem jedoch auch Schalke und Mönchengladbach interessiert sein sollen.
Als Ergänzung für den linken Offensivbereich wird der Kanadier Josh Simpson gehandelt, primär da sich die Genesung von Daniel Bierofka leider noch hinzieht.
Wie auch immer: Wundertransfers können in der Winterpause nicht erwartet werden. Wichtiger ist, Stabilität in die Leistung der ganzen Mannschaft zu bringen, um mehrere bzw. längere Serien der letzten Zeit hinlegen zu können.
Mindestens ebenso von Bedeutung wird es sein, das alte Problem der Löwen-Offensive zu beheben: das Tore schießen!! Benny Lauth muss hier konstanter werden, und auch aus dem Potenzial des US-Nationalspielers Kenny Cooper – anfangs hochgejubelt, zuletzt oft nur Reserve – muss geschöpft werden. Was er kann, hat er ja zu Beginn der Saison gezeigt.
Wenn dann noch Sascha Rösler Konstanz entwickelt sowie Daniel Bierofka wieder fit wird – kann sich das ganze sehr positiv entwickeln! Dann kann man nur hoffen, dass die Löwen mal vom üblichen Pech verschont bleiben.
Tags: 1860, Lienen, Löwen
Schöne Analyse, nur ein kleiner Fehler – Kenny Cooper war nicht zuletzt oft nur Reserve, sondern zuletzt wochenlang verletzt!
Ich weiß, aber davor saß er doch teilweise auch nur auf der Bank, wenn Lienen mal nur mit einem Stürmer spielen hat lassen.
Hoffe auf jeden Fall dass er (wie Lovin und Bierofka) bald wieder fit ist – und dann auch spielt…