Lied aus der iPod-Werbung: “Yeah Yeah” von Willy Moon

Apple verbreitet mit seinem Werbespot zum iPod nicht nur gute Laune, sondern bringt auch einen Popsong an die breiten Massen, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht: Yeah Yeah von Willy Moon!

Hier kann der Werbespot inkl. dem Werbesong angesehen/angehört werden:

Nachfolgend übrigens der Text des iPod-Werbesongs in kompakter Form:

Na na na na na na na na! Na na na na na na oh-oh! Na na na na na na na na! Na na na na na na oh-oh!

:D Naja, das ist zumindest ein Text, den man nicht so schnell vergisst. ;)

Willy Moon hat übrigens noch einige andere gute Songs wie “Bang Bang” (noch so ein Lyric-Hammer), “I Wanna Be Your Man”, “She Loves Me” und “Railroad Track” produziert – sowie das Album “Here’s Willy Moon”, welches am 5. April 2013 erschien. Siehe hierzu auch in den weiteren Empfehlungen dieser Seite!

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Microsoft Internet Explorer: Lied aus IE10-Werbung 2013

Microsoft hat 2013 einen neuen TV-Werbespot für den Internet Explorer 10 gestartet – in welchem ein Lied läuft, das einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Es handelt sich dabei um den Song Your Touch von Blake Lewis.

Blake Lewis
Blake Lewis: Lied aus der Werbung für den Microsoft Internet Explorer 10 in 2013
Source | License: Creative Commons — Attribution 2.0 Generic — CC BY 2.0 | Author: greginhollywood

Gerade da Microsoft aktuell sein Augenmerk auf Anwendungen für Touch Devices legt, ist ein Song mit diesem Titel durchaus passend. ;) Zudem enthält der Track sehr leicht zugänglichen Pop-Gesang, eine Ohrwurmmelodie und zahlreiche Dubstep-Elektronik-Elemente als instrumentales Grundgerüst – ist also Mainstream pur.

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Das Lied aus der Deichmann-Werbung (2013)

Wie heißt das Lied aus der Deichmann-Werbung? Diese Frage haben sich schon einige TV-Zuschauer und Musikfans gestellt.

Die Antwort lautet: Felix Cartal (featuring Maja Ivarsson) – Tonight.

Tonight wurde von Felix Cartal geschrieben und eingespielt, den Gesang steuert die Sängerin Maja Ivarsson bei.

Maja Ivarsson
Maja Ivarsson, Sängerin des Deichmann-Werbesongs “Tonight”
Source | License: Creative Commons — Attribution-ShareAlike 2.0 Generic — CC BY-SA 2.0 | Author: sfllaw

Beide Musiker kreierten dabei einen Sound, der sehr stark an das britische Elektropop-Duo La Roux erinnert – tatsächlich ist die Konstellation gar nicht mal so verschieden. Ähnlich wie “Bulletproof” ist der Sound dieses Songs extrem an den Synthie-Pop der 80er-Jahre angelehnt – und auch Lau Roux selbst stellen ja ein Elektropop-Duo dar, das sich aus einem elektronischen Soundtüftler und einer Sängerin zusammensetzt. Auf ein neues La-Roux-Album müssen wir uns dieses Jahr jedoch noch ein Weilchen gedulden. ;)

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Oasis-Diskographie: Liste aller Alben & Singles

…und nach meiner Liste der besten Oasis-Alben hier nun unten stehend noch nachgereicht die vollständige Diskographie von Oasis – für die Leute, die sich einen Überblick über die Schaffenshistorie der Gallaghers verschaffen wollen. ;)


Die besten Alben von Liam Gallagher u.co.
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Studio-Alben

Definitely Maybe (1994)
(What’s the Story) Morning Glory? (1995)
Be Here Now (1997)
Standing on the Shoulder of Giants (2000)
Heathen Chemistry (2002)
Don’t Believe the Truth (2005)
Dig out Your Soul (2008)

Live-Alben & Compilations

The Masterplan (1998)
Familiar To Millions (2000)
Stop The Clocks (2006)
Time Flies…1994-2009

Singles

Supersonic (1994, Definitely Maybe)
Shakermaker (1994, Definitely Maybe)
Live Forever (1994, Definitely Maybe)
Cigarettes & Alcohol (1994, Definitely Maybe)
Whatever (1994, Definitely Maybe Limited Edition)

Some Might Say (1995, (What’s the Story) Morning Glory?)
Roll With It (1995, (What’s the Story) Morning Glory?)
Wonderwall (1995, (What’s the Story) Morning Glory?)
Morning Glory (1996, (What’s the Story) Morning Glory?), only AU)
Don’t Look Back In Anger (1996, (What’s the Story) Morning Glory?)
Champagne Supernova (1996, (What’s the Story) Morning Glory?), only AU, FR & NZ)

D’You Know What I Mean? (1997, Be Here Now)
Stand By Me (1997, Be Here Now)
All Around The World (1998, Be Here Now)
Don’t Go Away (1998, Be Here Now, only in JP)

Go Let It Out (2000, Standing On The Shoulder Of Giants)
Who Feels Love? (2000, Standing On The Shoulder Of Giants)
Sunday Morning Call (2000, Standing On The Shoulder Of Giants)

The Hindu Times (2002, Heathen Chemistry)
Stop Crying Your Heart Out (2002, Heathen Chemistry)
Little By Little / She Is Love (2002, Heathen Chemistry)
Songbird (2003, Heathen Chemistry)

Lyla (2005, Don’t Believe The Truth)
The Importance Of Being Idle (2005, Don’t Believe The Truth)
Let There Be Love (2005, Don’t Believe The Truth)

Lord Don’t Slow Me Down (2007)

The Shock Of The Lightning (2008, Dig Out Your Soul)
I’m Outta Time (2009, Dig Out Your Soul)
Falling Down (2009, Dig Out Your Soul)

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Die besten Alben von Oasis

Welches ist das beste Album von Oasis? Eine berechtigte Frage angesichts des finalen Endes der Band 2009 nach insgesamt 15 Jahren, die mit großartigen Releases gespickt waren. Stimmt es, dass die frühen Alben der mittleren Neunziger die besten waren? Ein subjektives Ranking.


Die besten Alben von Liam Gallagher u.co.
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Nachfolgend ein subjektives Review aller regulären Studioalben von Oasis, in qualitativ umgekehrter Reihenfolge (sprich, mit dem schlechtesten Album beginnend). Best-Ofs wie “Time Flies”, die B-Seiten-Sammlung “The Masterplan” und das Live-Album “Familiar To Millions” sind hier bewusst ausgeklammert.

VII. Heathen Chemistry (2002)

Das Schlußlicht der Liste bildet mit “Heathen Chemistry” der Neuanfang, den die Band im Jahr 2002 markierte. Es war das erste Album mit den neuen Bandmitgliedern Gem Archer (Gitarre) und Andy Bell (Bass) – zwei durchaus nicht namenlose Musiker der britischen Szene, die in keine große Lücke stossen mussten, da ihre Vorgänger Bonehead und Guigsy keine allzu begnadeten Instrumentalisten waren und auch keinen wirklich kreativen Beitrag zum Songwriting leisteten.

Schwerer wog auf diesem Album der erstmalig bewusst herbeigeführte Versuch einer stilistischen Rolle rückwärts, nachdem die Sound-Experimente des Vorgänger-Albums “Standing On The Shoulder Of Giants” bei Fans und Presse erstmals von Beginn an überwiegend negatives Feedback hervorgerufen hatten.

“Heathen Chemistry” ist beileibe kein schlechtes Britrock-Album – aber auch nicht mehr. Die Singles “Stop Crying Your Heart Out” und “Little By Little” sind bis heute Kult und können als Prototypen für Oasis-Hits betrachtet werden. Letztlich ist der Sound des Albums jedoch wenig überraschend und krampfhaft an britischen Standards gehalten, und auch das Songwriting flaut spätestens zur Hälfte des Albums endgültig ab. “(Probably) All In The Mind” ist vielleicht der misslungenste von Noel geschriebene Song, “She Is Love” eine kitschig-langweilige Antwort Noels auf Liams “Songbird”, Andy’s “Quick Peep” ein schlechter Witz und auch das Liam geschriebene Doppel-Finale immer noch weit von dem Standard entfernt, den man in Sachen Songwriting von Oasis gewöhnt ist.

VI. Be Here Now (1997)

Viele Fans betrachten “Definitely Maybe” als den bestmöglichen Start, “Morning Glory” als den Gipfel des Erfolg, “Be Here Now” als die folgende dekadente Party und “Standing On The Shoulder Of Giants” als den heftigen Kater danach. Eine Metapher, die durchaus zutrifft – allerdings klingt “Be Here Now” dann wirklich wie die Spätphase der Party, in der alle zugedröhnt sind sowie alles außer Kontrolle gerät und demoliert wird.

Übertreibung ist ein Wort, das auf alles zutrifft, was auf “Be Here Now” stattfindet. Hier wird kein Produktionselement ausgelassen, alles mit Orchesterparts zugekleistert, jede Gitarre bis zum Bersten aufgedreht und jede mittelmäßige Idee bis zum Erbrechen repitiert. Alles gipfelt im neunminütigen Abschluß “All Around The World”, das aus einer Songidee entstanden ist, die Noel Gallagher eigentlich schon vor “Definitely Maybe” geschrieben hatte. Dass der Text irgendwann ausgeht, stört nicht – solange Liam Gallagher noch “Na nya na nya” trällern und man sogar noch ein von Billig-Keyboards getragenes Instrumental-Reprise nachwerfen kann.

Nichtsdestrotrotz befinden sich auf “Be Here Now” nicht nur die grandiose Single “D’You Know What I Mean?”, sondern auch versteckte Perlen wie “I Hope, I Think, I Know” und der Titelsong. Auch nicht zu verachten ist das Slide-Gitarrensolo von Gastmusiker Johnny Depp auf dem chilligen “Fade In-Out”. Diese Punkte bewahren “Be Here Now” vor dem letzten Platz des Rankings.

V. Don’t Believe The Truth (2005)

“Don’t Believe The Truth”, der Nachfolger von “Heathen Chemistry”, ist vermutlich das mit Abstand ruhigste und akustischste Album von Oasis. Zudem integrieren Oasis hier so intensiv wie auf keinem Album zuvor Retro-Soundelemente, so wie z.B. das Lennon-Piano in “Let There Be Love” oder die Drum- und Gitarristenarrangements in “Mucky Fingers”, welches sehr stark an Bands wie Velvet Underground erinnert.

Positiv ist hervorzuheben, dass auf keinem Oasis-Album so sehr die Vielfalt der Songwriter zur Geltung kam. Andy Bell und Gem Archer lieferten auf diesem Album ihre bisher besten Songs ab, und auch Liams Tracks können hier erstmals richtig überzeugen. Allerdings befand sich Noel Gallagher auf diesem Album nicht in Höchstform, was dazu beiträgt, dass das Album teilweise sehr zäh und langatmig wirkt. Trotz allem funktionierten Oasis hier erstmals as “Team”, womit eine wichtige Basis für das grandiose Nachfolgealbum “Dig Out Your Soul” gelegt wurde.

IV. Standing On The Shoulder of Giants (2000)

“Standing On The Shoulder of Giants” ist zweifelsohne das umstrittenste Album von Oasis, dabei jedoch auch das wohl am meisten unterschätzte. Es entstand in einer sehr schwierigen Zeit, als der große Morning-Glory-Ruhm nach “Be Here Now” endgültig am Abflauen war und sich die Presse weltweit geradezu darauf freute, die Band für ein neues Werk nun endgültig verreißen und eine wahre Götterdämmerung ausrufen zu können.

Hinzu kam, dass die Band erstmals nach einer langen Pause ihren Weg zurück finden musste, zudem zwei Gründungsmitglieder die Band verlassen hatten, Noel Gallagher sich erstmals clean an das Songwriting wagte – und ganz nebenbei ein neuer Stil gefunden werden musste, nachdem der “klassische” Oasis-Stil auf “Be Here Now” in großen Übertreibungen verfranst und regelrecht an die Wand gefahren worden war.

“Standing On The Shoulder of Giants” stellte somit einen massiven musikalischen Einschnitt dar, der sich auch im andersartigen Albumcover und neuen Bandlogo wiederspiegelte. Die Musik auf dem Album war erstmals düster, sphärisch und teils mit psychedelischen Anleihen versehen. Die Band zeigte sich dabei in der Produktion, z.B. in der Auswahl der Drumsounds und -patterns, äußerst experimentierfreudig. Auch die Songs sind fast durchgängig gut, und das Album wirkt wie aus einem Guß.

Leider fehlte letztlich das letzte bißchen Mut zu größeren Veränderungen, was dazu führte, dass “die “alten Oasis” teils sehr altbacken durchklangen. Insgesamt fehlen auch die ganz großen Tracks darauf, die ein Album aus dem gehobenen Mittelmaß reißen können – auch wenn “Go Let It Out” und “Who Feels Love” sicherlich auf jede Hitsammlung von Oasis gehören, “Gas Panic!”, “Where Did It All Go Wrong” und “Roll It Over” von der Fanbasis massiv unterschätzt werden sowie mit “Fuckin’ In The Bushes” der ideale Konzertopener gefunden wurde.

Insgesamt ist “Standing On The Shoulder of Giants” somit (nach Meinung des Autors) deutlich besser als sein Ruf, sein Vorgängeralbum sowie seine beiden Nachfolger.

III. (What’s The Story) Morning Glory (1995)

“Morning Glory” ist das erfolgreichste Album von Oasis und gilt auch als der Favorit vieler Fans. Mit “Wonderwall” und “Don’t Look Back In Anger” enthält es die beiden größten Hits der Band – und auch “Some Might Say” sowie “Champagne Supernova” sind unsterbliche Klassiker in der Bandhistorie. Hinzu kommt “Roll With It”, dessen Single-Release Teil des legendären Britpop-Battles zwischen Blur (“Country House”) und Oasis war. Nicht zu vergessen ist auch “Hello”, einer der besten Opener der britischen Rockmusik.

Warum aber ist das Album in diesem subjektiven Ranking “nur” auf Platz 3 zu finden? Der Grund hierfür liegt primär darin, dass auf dem Album neben den genannten, herausragenden Songs wenig spannendes zu finden ist. “Hey Now”, “Cast No Shadow”, “She’s Electric” sowie die beiden langatmigen, namenlosen Ausschnitte aus dem Instrumental “The Swamp Song” sind unspektakulär und bieten keine Überraschungen. Sie wurden bewusst so geschrieben und produziert, dass sie niemandem wehtun – mit extrem eingängigen Versen und Refrains, braven Gitarrenparts und dezentem Pop-Rock-Kitsch versehen. Diese Songs werden leider schnell langweilig, können nie wirklich begeistern und sind letztlich nur “Füllstoff”, der die genannten Klassiker wie Kleister zu einem Album zusammenfügt und -hält.

Folglich ist es ein Album, das man eher selten am Stück hört – man pickt sich vielmehr einzelne Geniestreiche heraus. Diese sind allerdings wirklich Geschichte, und zwar ganz große Musikgeschichte.

II. Dig Out Your Soul (2008)

Das letzte Album von Oasis, “Dig Out Your Soul”, bildet einen exzellenten Abschluß der Oasis-Diskographie. Während seine beiden Vorgänger den Eindruck vermittelten, dass die Luft bei Oasis raus sei und ein Ende der Band bevorstehe, klang dieses Album erstmals wieder frisch, neu, experimentierungfreudig und vielfältig.

Nie zuvor haben Oasis die Grenzen ihres Sounds so vielseitig erforscht und kombiniert – sei es im The-Doors-White-Stripes-Hybrid “Waiting For The Rapture”, dem psychedelischen Sound-Gewitter von “The Shock Of The Lightning”, der Kasabian-Club-Sound-Atmosphäre in “To Be Where There’s Life” oder dem sphärischen “Falling Down”, das bereits den Klängen der High Flying Birds vorausgreift. Auch Noels Semi-Instrumental “(Get Off Your) High Horse Lady”, dass sich auf entspannte Art und Weise wenig um konventionelle Songstrukturen und Akkordprogressionen kümmert, kann durchweg überzeugen.

Über allem thront auf diesem Album jedoch der Opener “Bag It Up”, der alles vereint, was die späten Oasis ausmachte. Die Gesangsstimmen von Noel und Liam harmonieren in den Strophen perfekt, die Gitarren rocken wie nie zuvor, aus den Drums wird der intensivste Groove herausgedroschen, den man sich bei Oasis vorstellen kann, und das psychedelische Ende des Tracks bildet den Höhepunkt der Platte. “Bag It Up” ist damit einer der besten Songs der Band insgesamt – wurde aber leider völlig verkannt.

Die einzigen negativen Punkte der Platte sind eine leichte Inhomogenität, die das Auseinanderdriften zwischen Noel Gallagher und den Beady-Eye-Gründern bereits mehr als andeutet, sowie songwriterische Schwächen gegen Ende des Albums (den genialen Closer “Soldier On” jedoch ausgenommen). Hier fragt man sich, warum anstatt des Ausfall “Ain’t Got Nothing” nicht Liams Meisterstück “Boy With The Blues” berücksichtigt wurde, das leider lediglich auf der Deluxe Edition des Albums zu finden war.

Nichtsdestotrotz bildet das Album fast den qualitativen Höhepunkt des Oasis-Diskographie – fast. Wäre da nicht das Debütalbum der Band. ;)

I. Definitely Maybe (1994)

“Definitely Maybe”, das Debütalbum von Oasis, definierte nicht nur den Stil der Band – es war auch stilprägend für eine ganze Generation von folgenden Künstlern. Selten wurde in der Musikgeschichte mit einem simplen, rotzigen, unverfälschten, dabei aber neuen Sound alles auf den Punkt gebracht, wonach sich die Musikwelt in seiner Zeit sehnte. Das Werk bildete einen Kontrastpunkt sowohl zum mit Electro und Hip Hop überladenen Pop als auch zum düsteren Grunge und Metal der frühen Neunziger Jahre. Die Songs auf “Definitely Maybe” klingen einfach, authentisch und optimistisch – und hatten einen ganz eigenen, aber dennoch wohlvertrauten Sound, der keinerlei zusätzliche Produktion benötigte.

Die Kompositionen waren dabei eine Art “Best Of” eines bis dato völlig verkannten Songwriter-Genies. Noel Gallagher hatte über die Jahre hinweg fantastische Lieder wie “Live Forever”, “Slide Away”, “Supersonic”, “Rock’n'Roll Star”, “Bring It On Down” und “Columbia” aufbewahrt, die nur darauf warteten, ins Rampenlicht zu treten. Dabei passte die Zusammenstellung der Songs bis ins Detail – selbst vermeintliche Filler wie “Digsy’s Dinner” können im Kontext des Albums sofort überzeugen. Die Songs wurden von Sänger Liam Gallagher, dessen Stimme zu dieser Zeit noch voll auf der Höhe befand, in den Aufnahmen zudem perfekt in Szene gesetzt.

Das Songwriting-Genie von Noel Gallagher und die Stimme von Liam Gallagher – diese Kombination ist das, was den genialen Kern von Oasis immer ausmachte. Auf diesem Album erhält man jenen Kern in absoluter Reinform. Jeder Song auf “Definitely Maybe” wurde von Noel Gallagher geschrieben und von Liam Gallagher gesungen. Songwriting-Gehversuche von Liam Gallagher, im Vergleich reizlose Vocals von Noel Gallagher sowie Lieder von anderen Musikern wie Gem Archer und Andy Bell fehlen hier völlig, werden aber zu keiner Sekunde vermisst. Das liegt einzig und allein daran, dass die Kombination Noel/Liam läuft hier zu absoluter Höchstform auflief – sowohl einzeln betrachtet als auch im Teamwork der beiden.

Betrachtet man das Niveau auf “Definitely Maybe” als Messlatte der Band, so muss jedes folgende Album darunter liegen. Auf “Morning Glory” wurde der Bandsound bereits durch Pop-Rock-Einflüße verwässert und Noel hatte nicht mehr so viele Meisterstücke in petto – einzig Liams Stimme klang hier vielleicht ein wenig pointierter als auf dem Debüt. Schon seit “Be Here Now” ging es mit dieser jedoch bereits stetig abwärts. Hinzu kommt, dass der Bandsound im Laufe der Zeit immer weiter verwässert und altbackener wurde. Erst mit “Dig Out Your Soul” konnte sich Band wieder ein Stück weit neu erfinden, ohne jedoch die Genialität dieses Werkes zu erreichen.

This is history – and will ever be, and live forever.

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“Phablets” & “Smartlets” – Was ist das?

Phablets & Smartlets sind die neuesten Trendbegriffe der digitalen Kommunikationsbranche – wenn man diese Begriffe das erste mal hört, stellt man sich die berechtigte Frage: was ist das eigentlich? Hier eine Erklärung und anschließend eine Auswahl an attraktiven Angeboten.

iPhone 5
Quelle: Datei:IPhone5black.png von Urheber Pixeden.com (Details zur Lizenz).

Die Begriffe Smartlet und Phablet sind so genannte “Kofferwörter”, d.h. sie beschreiben Hybridformen von Smartphones und Tablets. Eine Phablet ist somit ein Tablet, das versucht die Vorteile eines Smartphones zu integrieren, wie ein handlicheres Format oder auch die Möglichkeit zu telefonieren. Von der anderen Seite aus betrachtet könnte es aber auch als ein Smartphone beschrieben werden, dass durch ein großzügigeres Display auch die Vorzüge eines Tablets aufgreift, komfortables Mobile Surfing ermöglicht und dabei zum kleinstmöglichen sinnvollen Notebook-Ersatz für unterwegs erweitert wird.

Ein Smartlet stellt einen klassischen Prototyp für einen technischen Kompromiss dar: es versucht, die Vorzüge von Smartphones und Tablets in einem einzelnen Gerät zu vereinen, was oftmals aber nur mit vereinzelten Abstrichen gelingt. Es ist somit primär für Anwender geeignet, die sowohl ein Tablet als auch ein Smartphone ausgiebig nutzen und dabei zwischen beiden Geräten häufig wechseln müssen.

Ein klassischer Anwendungsfall wäre ein Geschäftsmann, der während der Arbeitszeit lange Strecken mit dem Zug unterwegs ist und dabei sowohl häufig per Tablet arbeitet als auch viele Telefonate führen muss. Hier könnte das Arbeitsumfeld komplett auf ein Gerät abgebildet werden.

Welche Abstriche haben Smartphone- und Tablet-Nutzer beim Umstieg auf Phablet zu erwarten? In ihren Kernstärken sind beide “Original”-Geräte selbstverständlich meist klar besser. Ein Smartphone ist klein und handlich und unterstützt mobiles Telefonieren in allen Lebenslagen – auch wenn man gerade von einem Zug zum nächsten hetzt. Sich ein Tablet ans Ohr zu halten dürfte für die meisten Menschen dagegen wenig komfortabel sein, auch wenn es sich dabei um eine kleinere Ausgabe handelt, die man gerade so in einer Hand halten kann.

Dagegen ist das Display eines Phablets bzw. Smartlet oft zu klein, um detailgenaue Informationen, Anwendungen und Medien darzustellen. Ein Video oder Bild in hoher Auflösung kommt auf einem “richtigen” Tablet einfach besser zur Geltung. Weiterhin sind Webseiten, die aus vielen, kleinen Elementen bestehen, komfortabler zu nutzen und zu lesen, wenn das Display die Größe eines herkömmlichen Notebooks besitzt. Das in dieser Hinsicht offensichtliche Defizit von Smartphones war auch ein nicht unwesentlicher Grund für den Siegeszug der Tablets in den letzten Jahren. An den meisten Smartlets zeigt sich, dass die Displays von Tablets hier von Anfang an richtig und keineswegs übertrieben dimensioniert wurden.

Möchte man sich nun ein Phablet gönnen, stellt sich die Frage: welches? Auf dem Markt haben sich verschiedene Phablets von verschiedenen Anbietern durchgesetzt – nachfolgend ein kurzer Überblick über die wichtigsten Angebote.

Samsung Phablets & Smartlets

Samsung hat sich in den letzten Jahren zum größten Konkurrenten von Apple entwickelt, dem Marktvorreiter und -führer in Sachen Smartphones und Tablets. Unter vielen Nutzern ist die Meinung verbreitet, dass Samsung-Produkte ideal für Anwender sind, welche zwar gerne Produkte wie das iPhone und das iPad nutzen würden, dabei jedoch auf eine andere Marke als Apple zurückgreifen möchten und auch nicht bereit sind, die für iProdukte gängigen Preise zu bezahlen. Tatsache ist, dass Samsungs Flaggschiff “Samsung Galaxy”, welches inzwischen zahlreiche Smartphones und Tablets (und auch Phablets) umfasst, seit Jahren der beständigste Konkurrent von Apple und die prominenteste Plattform für das Google-Betriebssystem Android ist.

Mit seinen Smartlets stößt Samsung Galaxy erstmals in eine Nische vor, in welche Apple bislang nicht bzw. in Form des iPad minis höchstes ansatzweise vorgedrungen ist. Phablet-Fans dürften vom Samsung Galaxy Nexus, Note und auch dem neuen S4 sehr angetan sein.

HTC Phablets & Smartlets

HTC ist der Newcomer der letzten Jahre in der Smartphone-Branche – das HTC One erhält aktuell die besten Kritiken unter allen Smartphones. Dabei ist der taiwanische Hersteller einer der wenigen Anbieter, die umfassende Erfahrung mit der Bereitstellung sowohl von Android als auch dem neuen Windows 8/Surface/Phone als Betriebssystem vorweisen können.

Auch Phablets bzw. Smartlets werden von HTC angeboten – neben der großen Ausgabe des HTC One, dem “HTC One X”, sind vor allem die Ausführungen des Sensation XL und des HTC Titan interessant.

Sony Phablets & Smartlets

Sony ist einer der alten Hasen der Handybranche – schon Anfang des Jahrtausend war Sony neben Nokia, Samsung und Motorola die beliebteste Handy-Marke. Seitdem wird Sony immer wieder zeitweise von neuer Konkurrenz verdrängt, ist aber nicht totzukriegen und kehrt auch immer wieder mit neuen hochwertigen mobilen Geräten auf den Markt zurück.

Die aktuelle Vorzeigemarke von Sony heißt Xperia – ein Flaggschiff das auch verschiedene Ausführungen transportiert, die unter den Bereich des Phablets bzw. Smartlets fallen. Vor allem das Xperia T, Xperia ion und das Xperia Z erfreuen sich großer Beliebtheit.

LG Phablets & Smartlets

LG ist eine der omnipräsentesten Hersteller von Multimediaprodukten – dabei bieten die Südkoreaner fast auschließlich wirklich hochwertige Produkte an. So ist auch deren Smartphone-Angebot nicht zu verachten, wobei LG u.a. von einer gut funktionierenden Kooperation mit Google enorm profitiert. Herausgekommen ist dabei mit LG Google Nexus 4 ein durchaus empfehlenswertes Phablet, und auch das LG Optimus 4X HD kann als Smartlet durchaus überzeugen.

Motorola Phablets & Smartlets

Wenn wir schon von den Urgesteinen des Handymarktes reden, darf natürlich ein Anbieter nicht fehlen: Motorola. Der Urvorreiter der Handybranche wurde zeitweise bereits mehr als totgesagt – doch wie es in solchen Fällen oftmals ist, gerade diese leben länger. Auf dem Smartphone-Markt ist Motorola inzwischen wieder eine feste Größe und bietet mit dem RAZR Maxx auch ein mehr als gutes Phablet an:

Bei dieser Auswahl fällt es schwer, sich zu entscheiden – letztlich sollte man seine Kaufentscheidung auch davon abhängig machen, mit welcher Marke man bereits gute Erfahrungen gemacht hat. Nichtsdestotrotz ist ausgiebiges Vergleichen das A&O. :)

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Neuer Asterix-Band “Asterix bei den Pikten” von Ferri & Conrad erscheint im Oktober 2013!

Der Name des neuen Asterix-Bandes steht fest! Er wird “Asterix bei den Pikten” heißen und im Oktober 2013 erscheinen. Es wird der erste Band des neuen Kreativ-Duos Jean-Yves Ferri (Texte & Story) und Didier Conrad (Zeichnungen) sein.

Armorica
Aremorica: Heimat eines von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf
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Schon zuvor wurde auch hier spekuliert, dass der neue Band Asterix & Obelix wohl mal wieder auf eine Reise führen wird (siehe Asterix: Neuer Band kommt 2013 – mit welcher Story?) – und damit wurde recht behalten. ;) Das Reiseziel (China, Rußland, Australien, Afrika, Vorderasien) wurde in den Spekulationen jedoch ziemlich verfehlt – Asterix zieht es in eine altbekannte Gegend!

“Asterix bei den Pikten” klingt nicht nur so ähnlich wie “Asterix bei den Briten”, der Band wird auch wieder auf der britischen Insel spielen. Diesmal allerdings nicht im Süden, im heutigen England, sondern in der Gegend von Schottland – wo die sogenannten “Pikten” hausen, mit denen die Römer tatsächlich einst große Probleme hatten.

Was die Gallier nach Schottland führen wird? Darüber kann man wieder nur spekulieren – naheliegend wären folgende Ansatzpunkte:

  • Asterix’ britischer Vetter Teefax hat einen schottischen Bekannten, der Hilfe im Kampf gegen die Römer benötigt (vergleiche “Asterix bei den Briten”).
  • Die Römer verschleppen einen piktischen Kriegsgefangenen nach Gallien, mit dem sich Asterix & co. solidarisch zeigen (vergleiche “Asterix auf Korsika”, “Asterix bei den Spaniern”).
  • Der Druide Miraculix braucht für den Zaubertrank Zutaten aus der schottischen Gegend (vergleiche “Die Odyssee”).

Auf jeden Fall ist jedoch beruhigend, dass das neue Kreativ-Gespann auf Altbewährtes setzt, anstatt wie Uderzo zuletzt seltsame Anleihen bei Science Fiction & Manga zu nehmen (bzw. historisch abstruse Zusammenhänge zu Themen wie Atlantis oder antiken Frauenbewegungen zu konstruieren).

Man kann nur hoffen, dass auch die Zeichnungen und der Wortwitz wieder etwas frischer werden…

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